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Warum ich als Sexualtherapeutin Selbstbefriedigung als Selbstliebe empfehle

  • Autorenbild: carolinemolitoris
    carolinemolitoris
  • vor 11 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Selbstbefriedigung

ist ein großes Wort. Für viele klingt es weich, abstrakt oder sogar unerreichbar.In meiner Arbeit als Sexual- und Paartherapeutin meine ich mit Selbstliebe jedoch oft etwas sehr Konkretes: Selbstbefriedigung.


Ja – ich empfehle meinen Klientinnen und Klienten, sich selbst lustvoll zu berühren. Nicht als Leistung, nicht als Pflicht, sondern als Einladung.Eine Einladung, sich selbst näherzukommen. Dem eigenen Körper. Der eigenen Lust. Der eigenen Wahrheit.

Warum mir das so wichtig ist, möchte ich hier mit dir teilen.


1. Selbstliebe beginnt im Körper – nicht im Kopf

Viele Menschen versuchen, Selbstliebe über Gedanken zu erreichen:„Ich sollte mich mehr mögen.“„Ich müsste liebevoller mit mir sein.“

Doch unser Körper folgt anderen Regeln als unser Verstand.Sexualität – und damit auch Selbstbefriedigung – ist eine direkte, körperliche Erfahrung. Sie bringt uns aus dem Denken ins Spüren.

Wenn du dich selbst berührst, begegnest du dir dort, wo keine Maske nötig ist.Du lernst:

  • Was fühlt sich gut an?

  • Was fühlt sich neutral an?

  • Was fühlt sich nicht stimmig an?

Diese ehrliche Rückmeldung deines Körpers ist gelebte Selbstliebe.


2. Dich selbst kennenlernen – jenseits von Erwartungen

Viele Menschen wissen erstaunlich wenig darüber, was sie sexuell wirklich mögen.Stattdessen wirken alte Prägungen, frühere Erfahrungen oder unausgesprochene Erwartungen aus Beziehungen.

Selbstbefriedigung schafft einen geschützten Raum, in dem du nichts leisten musst.Kein Gegenüber, dem du gefallen sollst.Kein Tempo, das eingehalten werden muss.

Hier kannst du erforschen:

  • Welche Berührungen mag ich?

  • Welche nicht?

  • Mag ich Druck oder Zartheit?

  • Schnelligkeit oder Langsamkeit?

  • Fantasie oder Präsenz im Körper?

Diese Klarheit ist ein Geschenk – an dich selbst und an deine Beziehungen.


3. Deine Erregungsmodi erweitern

Viele Klient:innen kennen nur einen sehr schmalen Weg zur Erregung.Oft ist dieser zielorientiert, leistungsbezogen und stark auf den Orgasmus fokussiert.

Durch bewusste Selbstbefriedigung können sich neue Wege öffnen:

  • Lust ohne Ziel

  • Genuss ohne Leistungsdruck

  • Erregung jenseits der Genitalien

  • Atem, Bewegung oder Stimme als Teil von Lust

Das Nervensystem lernt:Lust darf vielfältig sein.Lust darf sicher sein.Lust darf sich verändern.

Das wirkt oft tief regulierend – besonders bei Stress, innerem Druck oder sexuellen Blockaden.


4. Selbstbefriedigung stärkt Grenzen und Kommunikation

Wenn du weißt, was du magst und was nicht, kannst du das auch ausdrücken.Selbstliebe durch Selbstbefriedigung ist daher keine egozentrische Praxis, sondern eine Grundlage für echte Begegnung.

Viele Schwierigkeiten in der Sexualität entstehen, weil Menschen ihre eigenen Grenzen nicht spüren oder ihre Wünsche nicht benennen können.

Selbstbefriedigung schult:

  • Körperwahrnehmung

  • Ehrlichkeit mit sich selbst

  • Selbstverantwortung

Und damit auch eine klarere, reifere sexuelle Kommunikation.


5. Selbstbefriedigung als Akt von Würde und Selbstannahme

Für viele ist Selbstbefriedigung noch immer mit Scham belegt.Gerade Frauen haben gelernt, dass ihre Lust zweitrangig, zu viel oder unbequem ist.

In meiner Arbeit lade ich dazu ein, Selbstbefriedigung neu zu betrachten: Nicht als Ersatz.Nicht als Notlösung.Sondern als Akt von Würde, Selbstannahme und innerer Erlaubnis.

Du darfst dich selbst lieben – auch körperlich. Du darfst dir Lust schenken.Du darfst dich ernst nehmen in deinem Begehren.

Ein sanfter Impuls zum Abschluss

Vielleicht magst du dich fragen:

Wie würde ich mich berühren, wenn ich mir wirklich wohlgesonnen wäre?

Manchmal beginnt genau dort ein neuer, liebevoller Kontakt mit dir selbst.


Möchtest du dich auf diesem Weg begleiten lassen?

Wenn du spürst, dass dieses Thema dich berührt – vielleicht neugierig macht, vielleicht auch verunsichert oder alte Scham berührt – musst du damit nicht allein bleiben.

In meiner Arbeit in der Praxis für weibliche Gesundheit & Paartherapie begleite ich Frauen und Paare dabei,einen liebevollen, ehrlichen und selbstbestimmten Zugang zu ihrer Sexualität zu finden.Traumasensibel, körperorientiert und in deinem Tempo.

Ob es um Selbstbefriedigung, Lust, Grenzen, Beziehung oder den Kontakt zu deinem Körper geht –es darf Raum dafür geben.


Vereinbare gerne ein kostenloses Erstgespräch bei mir oder trage dich in meinen Newsletter ein, um weitere tolle Inspirationen zur Frauengesundheit, Heilpflanzen und Sexualität zu erhalten.


Caroline


Ich bin Heilpraktikerin und begleite Frauen und Paare in ein lustvolles und verbundenes Leben. Meine Schwerpunkten Frauengesundheit, Aufstellung , Breathwork, körperorientierte Sexualtherapie und Paarberatung.



 
 
 

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